Nobbe will sie nicht mehr hergeben.
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Grüße vom Nobbe aus
Süddeutschland! Ich bin Baujahr 1960 und das
ist meine GS 850 G, die
ich vor vielen Jahren neu gekauft habe.
Angefangen hat meine Suzukikarriere 1980 mit einer
gebrauchten GS 750 in
schwarz mit weißer Sitzbank und hohem Lenker -
Mann, sah das Teil gut aus! Mit ihr verbrachten
wir viele schöne Urlaube im damaligen Jugoslawien,
genauer gesagt in Vrsar. Meine Freunde fuhren
Kawa, Honda und eine Duc war auch dabei - nur die
kam meistens nicht an, sondern fuhr per ADAC-Lkw
wieder nach Hause! Dann nach ein paar Jahren
meinten alle, 1000 ccm müssten es mindestens sein. |
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Also habe ich die 750er im Herbst verkauft und im April
stand eine fast neue GSX 1100 E
vor der Tür. Was für ein Höllen-Eisen für damalige
Verhältnisse. Beim vollen Ausdrehen wurden die Arme
schon mal lang und man rutschte auf der Sitzbank nach
hinten. Dann meinten alle, jetzt fahren wir nach
Griechenland, aber durch Jugoslawien durch, das war
nicht ohne. Gesagt, getan und was musste die gute Suzi
alles schleppen: Mich, meine Freundin und jede Menge
Gepäck in den 40L-Krauser-Koffern, im Tankrucksack usw.
Sie tat es mit Bravour und ohne zu mucken. Am Ende
waren wir fast 4 Wochen unterwegs, hatten ganz
Griechenland abgegrast, jede Menge Uso und köstliche
Speisen probiert, 100 mal das Zelt auf und abgebaut.
Aber "grad sche" war's, so mit 25 Lenzen mitten im
August. Kalt war es jedenfalls nicht. Heim ging es dann
mit der Fähre nach Ankona und dann durch Italien nach
Hause. Der Herbst kam und wie es der Zufall so will,
meldete sich ein Kumpel vom Kumpel und wollte das Teil
unbedingt haben. Der gebotene Preis zwang mich förmlich,
mich von ihr zu trennen.
Jetzt war ich ohne
Moped...... , aber das ging nicht lange gut. Es kam, wie
es kommen musste. An einem nebeligen Samstag Vormittag
im November 1985 als ich es nicht mehr aushielt und auf
einen Kaffee zum Suzuki-Händler meines Vertrauens fuhr,
stand da in der Werkstatt eine große Holzkiste.
Belanglos fragte ich ihn, was da für ein Teil drin ist.
Die Antwort: "Das ist eine GS 850 G, meine letzte, die
haben sie noch mal neu aufgelegt." So, was nun
passierte, war klar: "Aufmachen und zeigen", hab ich
gesagt. "Kann ich machen, muss sie eh zusammenbauen für
den Verkauf", antwortete er. Das war nur ein Blick
und ich wusste, du bist mein. "Was soll die denn
kosten", habe ich gefragt. Er: "Die verkaufe ich für
8000 DM". Ich: "OK, aber dann an mich." Im April 1986
habe ich sie dann zugelassen und seit dem ist sie mein
bis zum heutigen Tag. Original, unverbastelt, gepflegt,
gewartet und bis 2013 erst 31.000 Km auf der Uhr - also
gerade mal eingefahren. Sie durfte auch noch ein paar
Urlaube in Griechenland, Frankreich und Italien
verbringen und das ohne Probleme. In Gedanken wollte
ich sie schon x- mal verkaufen, denn mit Familie,
Kindern und anderen Hobbys wurde sie sehr wenig gefahren
und das war schade. Aber jetzt darf ich sie nicht mehr
hergeben, sagt meine Tochter, denn sie fährt als Sozia
selbst mit und hat Spaß dabei.
Kontakt:
Norbert |
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