Suzuki-Typbezeichnung für Motor-Zweiräder

Die amerikanischen Automobilhersteller haben bereits 1954 eine Fahrzeug-Identifikationsnummer (Vehicle Identification Number = VIN) eingeführt. Ein Teil dieses Codes ist die sogenannte Fahrzeugbescheibung (Vehicle Description Section = VDS).
Suzuki hat für die VDS folgende Typbezeichnungen entwickelt und etwa 1979 eingeführt. Die Erklärung ist folgende:

Fahrzeugkategorie Hubraum (ccm) Motortyp Variante Modellversion
C Roller A - 49 1 2-Takt, 1-Zyl. 1 Wenn ein Modell weiterentwickelt wird, ergeben sich kleinere konstruktive Varianten.

Diese werden mit Zahlen 
(1-9) und Buchstaben 
(A -Z) benannt.

A Grundmodell
B Stadtfahrzeug B 50 - 69 2 2-Takt, 2-Zyl. 2 B Modelle gibt es auch in Versionen, z.B. mit und ohne Verkleidung, mit anderen Lenkern, mit leicht geänderter Leistung usw.
N 1-Zyl. Sport C 70 - 79 3 2-Takt, 3-4-Zy. 3 C
G Mehr-Zyl. Sport D 80 - 89 4 4-Takt, 1-Zyl. 4 D
D Familienfahrz. E 90 - 99 5 4-Takt, 2-Zyl. 5 E
S Geländefahrz. F 100 - 124 6 - 6 F
V V-Mot., Straße G 125 - 149 7 4-Takt, 4-Zyl. 7 G
H Renn(-replika) H 150 - 199       8 ...
       J 200 - 249 9 U
K 250 - 399 A     
M 400 - 499 B
N 500 - 599 C
P 600 - 699 D
R 700 - 749 E
S 750 - 849 ...
T 850- 999    
U 1000 - 1099
V 1100 - 1199
W 1200 - 1299
X 1300 - 1399
Y 1400 - 1499
Z 1500 -

Die GSX 550 ESD mit der Typbezeichnung GN71D ist also eine mehrzylindrige Sportmaschine mit einem Hubraum zwischen 500 und 599 ccm, sowie ein Viertakter mit 4 Zylindern. Es ist die erste konstruktive Variante, aber kein Grundmodell, sondern eines mit der Version "D".

Übrigens findet man für unser Beispiel auch häufig die Typbezeichnung "JS1" oder "JS1GN71D". Das kommt von der amerikanischen Fahrzeugbezeichnung und ist Teil der Rahmennummer. Dabei ist JS1 der "World Manufacturer Identifier" und bedeutet  J = Japan, S = Suzuki, 1 = Motorrad.

© Michael (24.01.04 )    [Start]