Einige Biker(innen)-Weisheiten 

Was Ihr hier lest, ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Die tiefsinnigen Erkenntnisse, die ich für Euch übersetzt habe, stammen von Norm und von Richie, gestandenen GS-Bikern aus USA. Viel Spaß!

Ein Motorrad kann nicht umfallen
ohne Zuschauer. Die Wahrscheinlichkeit des Umfallens ist dabei direkt proportional zur Anzahl der Zuschauer und zum Ego des Besitzers. Der blitzblanke Zustand und der Wert des Motorrades sind weitere verschärfende Faktoren.

Banzai ... !
Motorräder sind für Mücken das, was einst Flugzeugträger für japanische Kamikazepiloten waren - ein lohnendes Ziel der finalen Ehre.

Dir fällt es erst auf, dass ...
... Du dringend pinkeln musst, wenn Du Dich mühsam in dein Leder gezwängt und den Regenkombi bis zum Hals geschlossen hast.
... die Zündschlüssel noch in Deiner Hosentasche sind, wenn Du die Handschuhe angezogen hast.
... Dir die Nase läuft, wenn der Helm aufgesetzt wurde.

Schnellreparaturen
werden so genannt, weil sich das auf den Zeitraum bezieht, in dem der nächste Schaden auftritt. Währenddessen stellst Du fest, dass das einzige Ersatzteil, dass Du WIRKLICH brauchst, stets nicht lieferbar ist.

Murphy ist ein Biker, denn ...
kein Motorrad springt schlechter an als jenes, welches gerade einem potentiellen Käufer vorgeführt wird.
Reifenpannen treten mit Sicherheit erst dann auf, wenn Du  weitab jeder Stadt mitten in der schönsten Gegend bist und zum ersten Mal Flicken und Gummilösung vergessen hast.
Und auf Reserve musst Du nur schalten, wenn Du bergauf kurz vor einer Kurve einen Sattelschlepper mit Überbreite überholen willst. 

Packtaschen
erscheinen für das, was du mitnehmen möchtest, stets zu klein. Doch sie sind immer zu groß für die Dinge, die Du wirklich brauchst.

Zu Hause
ist dort, wo Deine Suzuki lange genug stehen bleibt, um ein paar Tropfen Öl zu hinterlassen. Natürlich verliert niemals richtig Öl, sie markiert nur ihr Territorium.

Nur Biker wissen,
... warum Hunde so gerne ihre Schnauze aus der Seitenscheibe von Autos heraus strecken. 
... dass Kaffee und Kuchen genauso wichtig wie Benzin ist.
... dass man Motorradfahrer/innen nicht nach dem Weg fragen sollte, wenn man es eilig hat.
... dass der schönste Blick auf ein Gewitter nur durch den Rückspiegel möglich ist.

Habe niemals Angst zu langsam zu fahren, denn 
... Du fährst jede Strasse bis zum Ende, wenn Du lernst, mehr als zwei Finger beim Bremsen zu benutzen.
... manchmal braucht man einen ganzen Tank, um den Kopf frei zu bekommen.
... wer schneller als alle anderen fährt, bleibt allein.
... der Respekt gebührt jenen, die die dunkle Seite des Motorradfahrens gesehen und es überlebt haben.

Die schönste Art um anzukommen, 
ist oft eine warmes Hotelbett. Fahre daher niemals solange, dass Du den Sonnenaufgang verschläfst. Dabei ist der beste Wecker die Sonne, die auf Chrom fällt. Raus aus den Federn, die ersten 40 Kilometer kannst Du vor dem Frühstück fahren. 

Ein guter Biker braucht ...
Ausgeglichenheit, Verständnis und ein gutes Gefühl für den richtigen Moment - genau wie Liebhaber. Es bedarf größerer Liebe, die Sitzbank zu teilen, als das Bett. Darum sollte man seinem Partner auch mehr Aufmerksamkeit als seinen Vergasern widmen.
Hast Du jemanden gefunden, der sein Öl öfter wechselt als seine Meinung - folge ihr oder ihm. Wenn diese Person Dir dann anbietet, ihr Motorrad zu fahren, weißt Du, dass sie Dich wirklich liebt. Wenn Du es dann nicht fährst, wird sie Dich noch mehr lieben.

Junge Fahrer/innen
setzen sich ein Ziel und fahren hin. Ältere Fahrer/innen wählen nur die Richtung und genießen. Sei offen, lerne und schäme Dich nicht, alte Angewohnheiten aufzugeben. 

Kälte und Schnee
ist der klare Hinweis von Mutter Natur, das die Zeit fürs Putzen und Polieren gekommen ist.

Wenn Du wissen willst, was wirklich los ist,
beobachte was 5 Autos weiter vorne passiert. Auch wenn die Strasse niemals zu enden scheint - glaub mir, sie endet!

Es gibt betrunkene Fahrer/innen
und es gibt alte. Warum gibt es wohl kaum betrunkene, alte Fahrer/innen?

Im Wind
Egal was man tut, bei Wind macht es mehr Freude. Am besten vergisst man die grauen Seiten des Lebens, wenn man die Knie in den Fahrtwind streckt. Dabei ist es egal, welche Marke man fährt, denn die guten Brisen umwehen sie alle.

Habt ihr Euch schon gefragt, warum Gold-Wing-Fahrer so selten grüßen? Die 10 wichtigsten Gründe sind:

  • Ihm war nicht klar, ob der andere Fahrer gegrüßt oder eine obszöne Geste gemacht hat.
  • Er hatte Angst, dass seine Finger erfrieren, wenn er sie von den Heizgriffen nimmt.
  • Er hat Arthritis und seit etwa 400 Kilometern Schwierigkeiten den Arm zu heben.
  • Reflektionen von der vergoldeten Frontscheibe haben ihn kurzzeitig geblendet.
  • Die Espresso-Maschine war gerade fertig und er hat ein Fax empfangen.
  • Hat entweder meditiert, geschlafen oder ist ins Koma gefallen.
  • Hatte gerade eine 4-fach-Konferenzschaltung über Satellit mit seinem Börsenmakler, seinem Verchromer und dem Zubehörhändler in Übersee. 
  • Wurde kurzzeitig von diesem eigenartigen Signal auf seinem Radarschirm abgelenkt.
  • Hat gleichzeitig die Luftfederung, die elektrische Sitzhöhenverstellung, den programmierbaren CD-Spieler, den Heizsitz und das Satelliten-Navigationssystem justiert.
  • Konnte nicht den Schalter für das automatische Zurück-Grüß-System auf dem Armaturenbrett finden.

© Michael (21.03.04 )    [Start]