Nobbe will sie nicht mehr hergeben.

Norberts 1986 GS850G
Grüße vom Nobbe aus Süddeutschland!
Ich bin Baujahr 1960 und das ist meine GS 850 G, die ich vor vielen Jahren neu gekauft habe.
Angefangen hat meine Suzukikarriere 1980 mit einer gebrauchten GS 750 in schwarz mit weißer Sitzbank und hohem Lenker - Mann, sah das Teil gut aus! Mit ihr verbrachten wir viele schöne Urlaube im damaligen Jugoslawien, genauer gesagt in Vrsar. Meine Freunde fuhren Kawa, Honda und eine Duc war auch dabei - nur die kam meistens nicht an, sondern fuhr per ADAC-Lkw wieder nach Hause! Dann nach ein paar Jahren meinten alle, 1000 ccm müssten es mindestens sein.
Also habe ich die 750er im Herbst verkauft und im April stand eine fast neue GSX 1100 E vor der Tür. Was für ein Höllen-Eisen für damalige Verhältnisse. Beim vollen Ausdrehen wurden die Arme schon mal lang und man rutschte auf der Sitzbank nach hinten.
Dann meinten alle, jetzt fahren wir nach Griechenland, aber durch Jugoslawien durch, das war nicht ohne. Gesagt, getan und was musste die gute Suzi alles schleppen: Mich, meine Freundin und jede Menge Gepäck in den 40L-Krauser-Koffern, im Tankrucksack usw. Sie tat es mit Bravour und ohne zu mucken.
Am Ende waren wir fast 4 Wochen unterwegs, hatten ganz Griechenland abgegrast, jede Menge Uso und köstliche Speisen probiert, 100 mal das Zelt auf und abgebaut.
Aber "grad sche" war's, so mit 25 Lenzen mitten im August. Kalt war es jedenfalls nicht. Heim ging es dann mit der Fähre nach Ankona und dann durch Italien nach Hause.
Der Herbst kam und wie es der Zufall so will, meldete sich ein Kumpel vom Kumpel und wollte das Teil unbedingt haben. Der gebotene Preis zwang mich förmlich, mich von ihr zu trennen.

Jetzt war ich ohne Moped...... , aber das ging nicht lange gut. Es kam, wie es kommen musste. An einem nebeligen Samstag Vormittag im November 1985 als ich es nicht mehr aushielt und auf einen Kaffee zum Suzuki-Händler meines Vertrauens fuhr, stand da in der Werkstatt eine große Holzkiste.
Belanglos fragte ich ihn, was da für ein Teil drin ist. Die Antwort: "Das ist eine GS 850 G, meine letzte, die haben sie noch mal neu aufgelegt."
So, was nun passierte, war klar: "Aufmachen und zeigen", hab ich gesagt. "Kann ich machen, muss sie eh zusammenbauen für den Verkauf", antwortete er.
Das war nur ein Blick und ich wusste, du bist mein. "Was soll die denn kosten", habe ich gefragt. Er: "Die verkaufe ich für 8000 DM". Ich: "OK, aber dann an mich."
Im April 1986 habe ich sie dann zugelassen und seit dem ist sie mein bis zum heutigen Tag. Original, unverbastelt, gepflegt, gewartet und bis 2013 erst 31.000 Km auf der Uhr - also gerade mal eingefahren.
Sie durfte auch noch ein paar Urlaube in Griechenland, Frankreich und Italien verbringen und das ohne Probleme.
In Gedanken wollte ich sie schon x- mal verkaufen, denn mit Familie, Kindern und anderen Hobbys wurde sie sehr wenig gefahren und das war schade. Aber jetzt darf ich sie nicht mehr hergeben, sagt meine Tochter, denn sie fährt als Sozia selbst mit und hat Spaß dabei.

Kontakt: Norbert

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