Günther rettet Papas Bike 

Hallo!
meine Suzuki GS 500 E ist Bj. 78, hat jetzt über 60.000 km drauf und ist weitgehend original. Ich habe dieses Motorrad von meinem Vater 1998 bekommen, da er sich ein neueres zulegte. Jetzt ist die Suzuki etwa so alt wie ich und ich bin in den letzten Jahren schon ca. 20.000 km mit ihr gefahren. Natürlich habe ich jedes Jahr kleinere Defekte z.B. Lichtmaschine, Gleichrichter, Kettenritzel bei 100 km/h verloren, Zündung (Unterbrecher), aber nichts was man nicht reparieren könnte.
Bei 45.000 km zerlegten wir den Motor komplett und wechselten die Auslassventile, Kolbenringe, diverse Dichtungen und frästen die Ventilsitze nach. Kürzlich war das Schwingenlager und die zwei hinteren Federbeine defekt. Auch ein hängen gebliebener Bremskolben hinten und Undichtigkeiten an der Ventildeckeldichtung mussten repariert werden. Neue Reifen habe ich natürlich auch aufziehen lassen. Hinten einen Avon Roadrunner und vorne ein Bridgestone BT45, der mein Favorit ist. 
Trotz dieser Defekte macht die 500er fast genauso viel Spaß wie mein Zweitmotorrad eine GSXR750 (2002). Vom Fahren her ist so ein altes Motorrad immer mehr Herausforderung und interessanter als ein neues, bei dem alles selbstverständlich einfach und leicht ist. 
Das Besondere an meiner GS 500 ist seine Auffälligkeit: Es steht schließlich nicht an jeder Ecke herum. Hier noch ein paar Daten zur GS (Österreichische Version):
   
Eigengewicht 218kg
Bohrung  55,8mm
Hub 53,0mm
Gesamthubraum 492 ccm
Leistung 32,6 kW (44,4)PS bei 9200 U/min
Betriebsgeräusch Stand: 80 dBC(A)
Fahrt: 81dBC(A)
Höchstgeschwindigkeit  180 km/h

Nach meinen Erfahrungen ist die Höchstgeschwindigkeit sehr positiv geschätzt oder errechnet. Meine max. Geschwindigkeit laut Tacho bis jetzt war 170 km/h. Aber egal, ich werde dieses Bike auf jeden Fall noch sehr lange behalten. Wünsche euch allen noch viele unfallfreie Kilometer mit euren Suzi GSen.

Kontakt: Günther

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