Leuchten reparieren

Zu den Leuchten am Motorrad gehören der Frontscheinwerfer, die Rückleuchte und die Blinker. Bei einem Defekt kann man den Neukauf - falls man die Teile überhaupt noch bekommt - mit diesen Tipps vermeiden.

Reflektoren ersetzen
Wenn die Reflektoren verrostet oder matt geworden sind, sinkt die Lichtausbeute. Für kleinere Reflektoren, wie z.B. von Blinkern oder Zusatzscheinwerfern, eignen sich als Ersatz Edelstahllöffel oder Schöpfkellen, die es in Haushaltswarenabteilungen in vielen Größen und für kleines Geld gibt. Einfach einen passenden Löffel auswählen, zurecht schneiden, gut polieren und in das Leuchtengehäuse kleben, nieten oder schrauben.

Reflektoren säubern
Die Reflektoren von Scheinwerfern lassen sich mit dem oben genannten Tipp natürlich nicht retten. Sind sie lediglich angelaufen, kann man sie mit einem Wundermittelchen retten:
Baut sie aus, und legt sie etwa 2 - 4 Stunden in ein Wasserbad in das 0,5 - 1 Tablette eines guten Gebissreinigers aufgelöst wurde. Ist eventuell nach einer weiteren Anwendung das Ergebnis zufriedenstellend, wird der Reflektor mit normalem Wasser 1 - 2 mal abgespült. Um später Kalkflecken zu vermeiden, empfiehlt sich eine zusätzliche Spülung mit destilliertem Wasser. Danach wird der Reflektor gut getrocknet. Das Ganze funktioniert auch, wenn der Reflektor und die Streuscheibe verklebt sind.
Man sollte aber unbedingt vermeiden, die Reflektoren mit einem Tuch oder mit einem Papiertaschentuch abzuwischen, denn das könnte Kratzer geben.

Reflektorreparatur mit Folie
Eine weitere Behelfsreparatur ist, die Reflektoren und eventuell das ganze Lampengehäuse mit Aluminiumfolie zu bekleben. Da die Folie elektrisch leitend ist, muss man darauf achten, dass es zu keinem Kurzschluss zwischen Masse und Spannungsversorgung kommt.

Steinschlagschäden am Scheinwerferglas
die nicht ganz durch gehen, kann man mittels Sekundenkleber reparieren. Dazu muss man die Schadensstelle gut entfetten und trocknen. Nun genügt ein Tropfen auf den Schaden. Durch die Kapillarwirkung wird der dünne Kleber in das Loch hinein gezogen und trocknet. Dies muss man eventuell wiederholen. Der Schaden wird bei richtiger Anwendung fast unsichtbar.
   

© Michael (19.06.10 )    [Start]